Großes Update

Blog Nr. 30

Ute Haelbich, 26.01.2017

 

Ihr Lieben,

 

 

seit Tagen spüren, hören, riechen, sehen und erleben wir, dass die Chinesen sich auf ihr Neujahrsfest vorbereiten. Die Geschäfte sind brechend voll. Genauso wie die Einkaufswagen der Chinesen. Es ist DAS Familienfest schlechthin in China. Gleichzeitig beobachten wir, dass sich Shanghai deutlich leert. Denn zum Spring Festival, wie das Chinese New Year auch genannt wird, reist man in China in die Heimat.

 

  

Und da wir uns schon so assimiliert haben, machen wir es wie die Chinesen. Auch wir fliegen in die (alte) Heimat. Rolf ist bereits gestern in der Nacht nach Hamburg geflogen. Er hat dort mal wieder einige Termine. Die Kinder und ich fliegen morgen in der Nacht und kommen hoffentlich einigermaßen ausgeschlafen am Donnerstag in Hamburg an. Zurück in die neue Heimat geht es dann schon wieder am 3. Februar. Wir freuen uns alle sehr auf Hamburg, obwohl die Tage bis auf die Minute durchgetaktet sind. Und natürlich reicht eine Woche nicht aus, um alle zu besuchen. Aber wir kommen ja in den Sommerferien schon wieder nach Hamburg.

 

 

 Unser Urlaub in Australien hat uns gut gefallen, insbesondere Sydney. Und da hatten wir ja sogar das Glück, dass wir eine Einladung von unserer chinesischen Vermieterin bekommen hatten und konnten mit ihr Silvester feiern. Melodie wohnt im 10. Stockwerk mit Blick auf die Harbour Bridge. Ganz abgesehen von dieser fantastischen Wohnlage, hat sie uns die Tage über kulinarisch verwöhnt. Das war ein wirklich schöner Abschluss für unsere Australienreise.

 

 

Das Wiedereinleben in Shanghai klappte nach knapp drei Wochen Urlaub mit frischer Luft, schöner Natur,Sternenhimmel, einer unglaublichen Weite und Linksverkehr - all das, was man in Shanghai nicht hat - erstaunlich gut. Nur ich brauchte ein paar Tage, um mich an den spröden Charme der Chinesen wieder zu gewöhnen.

 

 

 Rolf arbeitet nach wie vor viel und kommt abends so gegen 19:30 heim. Die Kinder gehen nach wie vor gerne zur Schule. Tommy profitiert extrem von seiner kleinen und sehr überschaubaren Klasse. auch Ich gehe 2 x in der Woche für jeweils 2 Stunden mit meiner österreichischen Freundin zum Chinesischunterricht. Obwohl ich nach jeder Stunde völlig erschossen bin - denn es ist unglaublich anstrengend unserer Chinesischlehrerin beim Englischsprechen zuzuhören - haben wir viel Freude an den Stunden. Aber nicht nur Freude, denn wir lernen auch wirklich was.

 

 

So habe ich schon meine ersten Erfolgserlebnisse. Bei der Post haben sie mich verstanden, dass ich einen Briefumschlag plus Briefmarke nach Deutschland haben wollte. Bei der Apotheke konnte ich TCM Mittel für Jella besorgen, obwohl sie nicht genau das vorrätig hatten, was ich haben wollte. Also habe ich ein Alternativmittel gekauft und konnte mir sogar erklären lassen, in welcher Dosierung Jella das bekommen soll.

 

 

An den Wochenenden machen wir immer noch viele Unternehmungen. Kürzlich waren wir in einem Künstlerviertel. Dort haben sich verschiedene Künstler in einer ehemaligen Baumwollfabrik niedergelassen. Leider war es an dem Tag so extrem kalt, dass Jella sich gleich einen dicken Schnupfen eingefangen hat. Inzwischen ist sie wieder gesund. Trotz des Schnupfens hat sich der Besuch in diesem Viertel gelohnt. Die Kinder durften sich alle ein Bild aussuchen, dass preislich absolut im Rahmen war. Rolf und ich hingegen hatten leider weniger Glück. Das Bild, was uns unheimlich gut gefallen hat, sollte nämlich mehr als 5.000 Euro kosten.

 

 

 Letztes Wochenende waren wir in einem Park recht nah bei und haben über die Anzahl der Drachen gestaunt, die die Leute an wahnsinnig langen Schnüren steigen ließen. Aber vor allem mussten wir über den einen oder anderen Drachen schmunzeln. So glich einer z.B. einer nicht besonders reizvollen Unterhose.  Anschließend haben wir uns dann einfach in den Bus gesetzt und hatten per Zufall eine tolle und interessante Fahrt zum Bund. Die Sicht war traumhaft. Aber obwohl die Sonne schien, zeigte das Thermometer nur 6 Grad an. Allmählich gehen die Temperaturen wieder in den zweistelligen Bereich.

 

 

Rolfs Geburtstag haben wir interkulturell gefeiert. Wir waren mit unserer österreichischen Freundin  und unserer chinesischen Freundin samt Familien sehr, sehr lecker essen. Keiner von uns kannte das Restaurant. Anfänglich waren wir alle etwas skeptisch. Denn das Restaurant befindet sich im Untergeschoß einer noch nicht vollständig fertiggestellten Mall. Auf den ersten Blick wirkte das Restaurant zudem noch so, als ob es eher Fastfood als gute chinesische Küche servieren würde. Aber dieser Eindruck musste revidiert werden. Wir freuen uns schon jetzt auf das nächste Essen dort.

 

 

 Im März bekommen wir den ersten Besuch aus Deutschland. Auch darauf freuen wir uns schon sehr. 

 

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